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Elias und Orfi topgesetzt beim Grasshopper Cup

Die Weltnummern 3 Diego Elias und Amina Orfi führen die Teilnehmerfelder des Grasshopper Cup 2026 an.

Die Auslosungen für das letzte Gold-Event der Saison 2025/26, den Grasshopper Cup, wurden in dieser Woche veröffentlicht. Die Weltnummern 3, Diego Elias und Amina Orfi, führen die Teilnehmerfelder an, während sie versuchen, sich die Titel bei einem der prestigeträchtigsten Turniere der PSA Squash Tour zu sichern.

Das Turnier findet vom 21. bis 26. April im Zürcher Hauptbahnhof statt, einem der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt. Wie im vergangenem Jahr wird im Bahnhof erneut ein Glascourt aufgebaut, der Squashfans und Passanten die Möglichkeit bietet, die besten Spielerinnen und Spieler der Welt live zu erleben. Bis zu den Halbfinals wird im Best-of-Three-Format gespielt, danach im Best-of-Five. Sämtliche Matches werden live auf SQUASHTV übertragen.

Der ehemalige Weltmeister und frühere Weltranglistenerste Diego Elias führt das Männerfeld an und kehrt zum dritten Mal in seiner Karriere zum Turnier zurück. Der Peruaner stand im vergangenen Jahr im Final, unterlag dort jedoch Ali Farag in vier Sätzen. Elias zog sich zu Beginn der Saison eine Knieverletzung zu und hat seit seiner Rückkehr auf die Tour in diesem Jahr noch nicht wieder zu seiner Bestform gefunden. Sowohl Elias als auch das Zürcher Publikum hoffen, dass der diesjährige Grasshopper Cup das Turnier sein wird, bei dem er zu seinem besten Squash zurückfindet und erstmals den Titel gewinnt.

Der Champion von 2023, Karim Gawad, ist an Position zwei gesetzt und möchte seine starke Form aus dieser Saison fortsetzen. Der Ägypter kehrte im Februar erstmals seit sechs Jahren wieder auf Weltranglistenposition drei zurück und unterstrich damit seine Beständigkeit und Klasse. Gawad wurde im selben Viertel wie der Champion von 2019 und eine der grossen Persönlichkeiten des Sports, Mohamed Elshorbagy, ausgelost. Sollten beide das Viertelfinale erreichen, dürfte ein hochklassiges Duell zweier Grössen des Spiels die begeisterten Zuschauer besonders freuen.

Die führenden europäischen Spieler Victor Crouin und Joel Makin sind an Position drei beziehungsweise vier gesetzt und wollen den Heimkontinent-Vorteil nutzen. Crouin befindet sich in dieser Saison in hervorragender Form und scheint in seiner sportlichen Entwicklung einen grossen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Der Franzose gewann kürzlich mit dem Texas Open Gold Event den bislang grössten Titel seiner Karriere und kletterte damit auf Weltranglistenplatz fünf – als erst dritter Franzose überhaupt in den Top fünf. Makin hingegen hatte in dieser Saison mit einer Knieverletzung zu kämpfen, gilt jedoch weiterhin als einer der fittesten Spieler der Tour und als äusserst schwer zu schlagen.

Das Frauenfeld wird von der Weltnummer drei und vierfachen Gold-Event-Siegerin Amina Orfi angeführt. Die Rekord-Weltjuniorenmeisterin ist derzeit eine dominierende Kraft im Frauen-Squash und stand im vergangenen Monat kurz vor ihrem ersten Major-Titel beim Windy City Open, verlor jedoch nach einer 2:0-Führung noch gegen Nour ElSherbini. Enttäuschungen hält sie selten lange auf, und sie wird entschlossen sein, wieder auf die Siegerstrasse zurückzukehren. Nachdem sie in dieser Saison alle drei ihrer Gold-Event-Teilnahmen gewonnen hat, wird sie alles daransetzen, die Saison mit einem weiteren Titel abzuschliessen.

Eine Spielerin ausserhalb der Top zwei, die Orfi in der jüngeren Vergangenheit besiegen konnte, ist Satomi Watanabe, die als Nummer zwei beim diesjährigen Grasshopper Cup gesetzt ist. Die japanische Nummer eins gewann kürzlich beim Steel City Open ihren ersten Titel der Saison und beendete damit eine Durststrecke von 13 Monaten ohne PSA-Triumph. Sie wird versuchen, darauf aufzubauen und weitere Trophäen zu sammeln – darunter vielleicht ihren ersten Gold-Event-Titel überhaupt. Watanabe befindet sich im selben Viertel wie die an Position acht gesetzte Jasmine Hutton, gegen die sie auf ihrem Weg zum Turniersieg in Pittsburgh einen 1:2-Rückstand noch drehen konnte.

Neben Orfi ist die an Position drei gesetzte Sivasangari Subramaniam die einzige weitere Spielerin im Feld, die bereits ein Gold-Event gewonnen hat. Der beeindruckende Triumph der Malaysierin beim London Classic 2024 wird noch heute viel diskutiert, doch eine Wiederholung dieser Form gelang ihr bisher nur selten. Mit nur einem Turniersieg seit ihrem Erfolg im Alexandra Palace wird Subramaniam hungrig auf einen weiteren grossen Titel sein. Im vergangenen Jahr unterlag sie im Final Nouran Gohar und hofft nun, sich in dieser Saison erneut die Chance auf den Titel zu erarbeiten.

Auch aus Schweizer Sicht ist das Interesse am diesjährigen Turnier gross: Vier Schweizer Spieler und zwei Spielerinnen stehen in den Teilnehmerfeldern und wollen dem Publikum Grund zum Jubeln geben. Der bestplatzierte Schweizer Dimitri Steinmann wird von den Wildcards David Bernet und Yannick Wilhelmi sowie dem erfolgreichsten Schweizer Meister Nicolas Mueller begleitet. Bei den Frauen vertreten Cindy Merlo und Ambre Allinckx die Schweizer Farben. In der ersten Runde treffen sie jeweils auf das ägyptische Duo Sana Ibrahim und Mariam Metwally.

Draws

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